Einsamkeit ist für viele junge Menschen eine zunehmende Herausforderung – auch für Studierende, Studieninteressierte und junge Hochschulabsolvent*innen. In Zeiten der Klimakrise, weltweiter Konflikte und Nachwirkungen der Corona-Pandemie ist die mentale Gesundheit der jungen Generation belastet, und Einsamkeit kann als Impuls für gemeinsame Lösungsansätze verstanden werden.
In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer hochschulweiten Gesundheitsberichterstattung vorgestellt. Damit kann das Einsamkeitsempfinden von Studierenden besser verstanden und adressiert werden - und folglich Herausforderungen gemeinsam besser bewältigt werden.
Referentinnen: Prof. Dr. Sonia Lippke, Esther Schützle, Lia Gaida von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg
Die Veranstaltung findet online statt. Der Link zur Teilnahme wird kurz vor der Veranstaltung versandt.
>> Hier geht es zur Anmeldung <<
Dies ist eine Veranstaltung des Bündnis gegen Einsamkeit Hamburg (BgEH). Die Teilnahme ist kostenfrei.
KRANKHEITBEDINGT VERSCHOBEN! Neuer Termin wird zeitnah bekannt gegeben.
Viele Studien – aber ein sehr ähnliches Ergebnis: Einsamkeit ist kein Einzelphänomen, sondern betrifft unsere Gesellschaft als Ganzes, jenseits von Gruppenzugehörigkeit und Herkunft. Fast jede vierte Person in Deutschland ist von Einsamkeit betroffen, unter jungen Menschen liegt der Anteil tendenziell noch höher. Dabei ist Einsamkeit nicht nur ein gesellschaftliches, sondern auch ein demokratisches Problem, denn je weniger sich Menschen mit ihrem Umfeld verbunden fühlen, desto niedriger auch ihr Zuspruch zur Demokratie. Politisch ist es also aller höchste Zeit, das Thema ernst zu nehmen.
Im Rahmen unserer Online-Veranstaltung schauen wir zunächst über Hamburgs Grenzen hinaus: Was passiert in anderen Bundesländern? Welche (kommunalen) Ansätze und Strategien gibt es im Umgang mit Einsamkeit? Und wie erfolgreich sind sie?
Unsere Gäste geben Einblick, wie Bedarfe erkannt und analysiert werden können, welche Strategien oder Aktionspläne daraus abgeleitet wurden und wie sich Zivilgesellschaft im Allgemeinen und lokale Akteur*innen im Besonderen einbinden lassen.
Im Anschluss an die Inputs gibt es Raum für Fragen, Austausch und gemeinsames Lernen. Ziel ist es, praktische Impulse für die Entwicklung eigener (kommunaler) Strategien gegen Einsamkeit mitzunehmen.
Referent*innen
- Sina Breitenbruch-Tiedtke – Referatsleiterin Stabsstelle Einsamkeit, Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
- Marcel Ruß – Stadt Stuttgart, Referat Soziales, Gesundheit und Integration
Moderation
- Swantje Tiedemann – Geschäftsstelle Bündnis gegen Einsamkeit Hamburg
- Cornelia Springer-Fouad – Bergedorf-Bille-Stiftung
Hinweis zur Teilnahme
Diese Veranstaltung richtet sich an alle: Egal ob Hamburger*in oder nicht; mit und ohne Vorkenntnisse; ob interessiert oder einfach nur neugierig. Wir bemühen uns, unsere Angebote inklusiv und so barrierearm wie möglich zu gestalten. Sollten Sie Unterstützungsbedarf haben, wie z.B. Gebärdensprache, sprechen Sie uns gerne an.
Anmeldung
Um Anmeldung wird gebeten unter https://calendar.boell.de/de/event/youre-not-alone
Die Veranstaltung findet online per Zoom statt. Die Zugangsinformationen werden kurz vor der Veranstaltung verschickt.
Eine Kooperationsveranstaltung von Bündnis gegen Einsamkeit Hamburg (BgEH), Bergedorf-Bille-Stiftung und Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg. Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Liebe Freund*innen des Bündnis gegen Einsamkeit Hamburg,
vielen Dank für eure Teilnahme am digitalen Vernetzungstreffen vom 3. Februar 2026. Das große Interesse freut uns sehr! Für das 2. Quartal in 2026 planen wir ein BgEH-Forum in Präsenz, bei dem wir uns wieder persönlich treffen und austauschen können.
Was wurde am 3. Februar besprochen?
1. Kurzer Rückblick: Was war 2025?
2. Ausblick: Was steht 2026 an?
3. Break-out Sessions zu folgenden Themen:
a) Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“
Moderation: Doreen Samolewicz, Swantje Tiedemann
b) Beteiligung des BgEH an den Hamburger Stiftungstagen 2026
Moderation: Andreas Stulken, Cornelia Springer-Fouad
c) Fachtag „Einsamkeit, Quartiersentwicklung und Nachbarschaft“
Moderation: Elke Ribeaucourt, Sabine Brahms
d) AKTIVOLI-Fachtag „Engagiert gegen Einsamkeit in Hamburg“
Moderation: Julia Hudy, Reinhard Förtsch
e) Planungsgruppe BgEH-Forum im 2. Quartal 2026
Moderation: Susanne Winterberg, Christa Hermann
Hier findet ihr die Präsentation und die Ergebnisse der Breakout Session zum Download.
Vielen Dank für eure Ideen und euren Input!
Herzliche Grüße
Das Team der BgEH-Geschäftsstelle
Einsamkeit kann jede und jeden treffen. Ältere sind besonders gefährdet, aber auch junge Menschen sind vermehrt betroffen. Das „Bündnis gegen Einsamkeit in Hamburg (BgEH)“ ist ein wachsendes Netzwerk von zivilgesellschaftlichen Organisationen - Stiftungen, Wohlfahrtsverbänden, Genossenschaften, Vereinen und Initiativen. Unser Ziel ist es, das gesamtgesellschaftlich relevante Thema noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und Einsamkeit in Hamburg nachhaltig entgegenzuwirken.
Beim Auftakt des „Bündnis gegen Einsamkeit Hamburg“ am 19. Februar 2025 in der Rathauspassage waren 145 Menschen dabei. Seitdem sind die Geschäftsstelle und die Steuerungsgruppe des Bündnisses eifrig dabei, die nächsten Schritte für den Aufbau des BgEH zu planen.
Wir planen wir weitere Veranstaltungen für Vernetzung und Austausch sowie geeignete Formate, um Kooperationen zu fördern und Doppelstrukturen in Hamburg zu vermeiden. In Arbeitskreisen findet zu ausgewählten Schwerpunktthemen ein fachlicher sowie praktischer Austausch statt. Auf politischer Ebene wirken wir an der Entwicklung einer Hamburger Strategie gegen Einsamkeit mit.
Manche Menschen fühlen sich einsam, obwohl sie von Freund:innen und Familie umgeben sind - während andere im Alleinsein keine Einsamkeit verspüren. Dieses subjektive Empfinden kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, sei es durch mangelnde soziale Teilhabe, soziale Ungleichheit oder kulturelle Unterschiede. Die physischen und psychischen Begleiterscheinungen von Einsamkeit können sich auf vielfältige Weise zeigen. Bei all dem geht das Gefühl der Einsamkeit oft mit einem starken Schamgefühl einher. Doch es ist wichtig zu erkennen, dass Einsamkeit keine Schwäche ist.
In einer Expertise des Kompetenznetzwerks Einsamkeit (KNE Expertise 14/2023) heißt es, dass Aktionen im nachbarschaftlichen Quartier die Einsamkeit reduzieren und soziale Isolation verringert werden können. Gerade durch die Corona-Pandemie hat das Einsamkeitsgefühl in allen Altersgruppen zugenommen (Sozio-ökonomisches Panel). Außerdem steigt zwischen dem 40. und 90. Lebensjahr das Isolationsrisiko kontinuierlich an (Deutsches Alterssurvey).
In der Studie "Extrem einsam?" vom Progressiven Zentrum zu Einsamkeit bei Jugendlichen zeigt sich, dass heranwachsende Menschen nur ein vages Bild von Gesellschaft haben und sich von der Politik entfremdet fühlen. Etwa ein Drittel der einsamen Jugendlichen empfinden Gewalt aus politischen Gründen als gerechtfertigt. Außerdem wurde ein leichter Zusammenhang zwischen Einsamkeit und antidemokratischen Einstellungen und Verschwörungsmentalitäten festgestellt.
Für mehr Informationen besuchen Sie gerne die Seite des KNE oder die des Progressiven Zentrums.
Haben Sie Lust, Gemeinschaft zu fördern und Nachbarn auf süße Weise zusammenzubringen? Seit Juni 2024 begeistert unsere Aktion „Lust auf Kuchen zu zweit?“ Menschen in Hamburg – und jetzt möchten wir noch mehr Einrichtungen und Gruppen dazu einladen, mitzumachen!
In unserem Workshop zeigen wir Ihnen, wie Sie das beliebte Kuchenevent selbst organisieren können. Gemeinsam sammeln wir kreative Ideen, besprechen praktische Tipps und stellen Ihnen Ressourcen wie Budget, Einladungskarten und unsere Nachbarschaftstreffpunkte vor.
Nächster Termin: folgt
Hier finden Sie die Unterlagen zum Download:
Wer isst nicht gerne Kuchen? Und dann noch in guter Begleitung? Ihnen fällt sicher eine Person aus Ihrer Nachbarschaft ein, die schon länger nicht mehr zu zweit Kuchen essen war.
Die Bergedorf-Bille-Stiftung sorgt für Kaffee und Kuchen. Sie bringen eine Begleitperson mit oder kommen alleine. Wir freuen uns auf ein gemeinsames Kuchenessen!
Termin für die nächste Veranstaltungen folgt!
Zum Hintergrund: Das Projekt „Lust auf Kuchen zu zweit?“ - eine Initiative gegen Einsamkeit läuft seit Juni 2024. Seitdem haben sich viele Menschen bei unseren Events kennengelernt und wieder getroffen.
Werden auch Sie aktiv, vernetzen Sie sich in der Nachbarschaft und unterstützen Sie uns dabei, den sozialen Zusammenhalt in den Hamburger Quartieren zu stärken.
Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit 2025" fanden auch in Hamburg jährlich tolle Aktionen und Veranstaltungen statt. Die Aktionswoche lief vom 26. Mai bis zum 1. Juni 2025. Das „Bündnis gegen Einsamkeit in Hamburg“ hat die Veranstaltungen in Hamburg gesammelt und ein Veranstaltungsprogramm erstellt, um möglichst viele Menschen darauf aufmerksam zu machen.
In Hamburg fanden zur Aktionswoche über 100 Veranstaltungen statt. Von Workshops über Filmvorführungen zu Spielenachmittagen oder gemeinsamem Chorsingen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote.
Junge Menschen aus Bergedorf, im Alter von 10 bis 30 Jahren, waren im Sommer 2024 eingeladen, sich fotografisch mit der Frage "Was heißt Einsamkeit für dich?" auseinanderzusetzen. Ein Thema von großer gesellschaftlicher Relevanz. Ziel war es, Einblicke zu erhalten, in welchen Momenten und auf welche Weise Einsamkeit erlebt wird.
Aus insgesamt 96 eingereichten Bildern wählte eine Jury 20 Fotos aus, die auf Leinwand gedruckt und im November 2024 im Bergedorfer Rathaus prämiert wurden – darunter auch drei Gewinnerbilder. Die Fotografien zeigen die vielfältigen Perspektiven junger Menschen auf Einsamkeit.
Die Ausstellung kann als Wanderausstellung ausgeliehen werden. Wenn Sie Interesse für Ihre Einrichtung oder Institution haben, kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail an bgeh@bergedorf-bille.de